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Lehmhersteller seit 1993 – über 500 Fachhändler & Handwerker
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Die Erde ist rund 4,54 Milliarden Jahre alt. Seitdem zerlegen Wasser, Wind, Frost und chemische Verwitterung Gestein – unter anderem zu Kies, Sand, Schluff und Ton. Die Körner bilden das Gerüst, Tonminerale bringen die Bindekraft. So entstehen je nach Ausgangsgestein und Ablagerung unterschiedlich zusammengesetzte Lehme.
Der Rohstoff ist weit verbreitet und fällt auch bei Erdarbeiten in großen Mengen an. Menschen bauen deshalb seit rund 10.000 Jahren mit Lehm. Noch heute lebt bis zu ein Drittel der Weltbevölkerung ganz oder teilweise in Gebäuden aus Erde; auch mehr als 100 UNESCO-Welterbestätten sind mit Lehmbau verbunden.

Lehmfarbe Edelweiß
Lehm verbindet ein angenehmes Raumklima mit langlebigen, natürlichen Oberflächen und einer besonders wohngesunden Bauweise.
Rund 122 Millionen Tonnen Boden und Steine fallen in Deutschland jährlich als Bauabfall an – ein enormes Rohstoffpotenzial. Geeigneten lehmhaltigen Aushub nutzen wir als Rohstoff und stimmen Kornverteilung, Bindekraft und Zuschläge gezielt auf die jeweilige Anwendung ab.
Feine Kornabstufungen ermöglichen glatte Oberflächen, Stroh unterstützt ausgewählte Putz- und Leichtlehmrezepturen, Stampflehm braucht ein gut abgestuftes mineralisches Korngerüst und bei Lehmsteinen stehen Festigkeit, Rohdichte und Bindekraft im Vordergrund.
Auch die Verarbeitung ist längst modern: Lehmbauplatten im Trockenbau, maschinengängige Lehmputze und Airless-Verarbeitung bis Q4 gehören heute ebenso dazu wie DIN-geregelte Lehmputze, Steine, Mörtel, Platten und tragendes Lehmsteinmauerwerk.
Lehm ist ein natürlicher Baustoff aus Ton, Schluff und Sand. Tonminerale sorgen für die Bindekraft, Sand und Schluff bilden das mineralische Gerüst.
Mit Lehm wird weiterhin gebaut. Vor allem Industrialisierung, standardisierte Bauprozesse und der Verlust traditionellen Fachwissens verdrängten den Baustoff zeitweise.
Für Bauprojekte erhalten Sie Lehm im Naturbaustoff- und Baustofffachhandel oder als fertig abgestimmtes Lehmbauprodukt.
Der Preis hängt von Lehmart, Aufbereitung, Lieferform, Menge und Transport ab. Einen einheitlichen Kubikmeterpreis gibt es deshalb nicht.
Die wichtigste Grenze ist dauerhafte Feuchtigkeit. Außerdem benötigen nass eingebaute Lehmbaustoffe ausreichende Trocknungszeiten.
Nein. Ton ist ein Bestandteil von Lehm. Lehm besteht hauptsächlich aus Ton, Schluff und Sand.
Nein. Ungebrannter Lehm ist nicht wasserdicht und muss vor dauerhafter Wasserbeanspruchung geschützt werden.
Ja. Vor allem massive Lehmbauteile können Wärme aufnehmen und zeitversetzt wieder abgeben.
Massiver Lehm ist kein klassischer Dämmstoff. Leichtlehm kann dagegen eine deutlich geringere Wärmeleitfähigkeit erreichen.
Ja. Lehm kann unter anderem als Lehmstein, Stampflehm, Leichtlehm, Platte oder Putz eingesetzt werden.
Fachgerecht geplante und vor Feuchtigkeit geschützte Lehmkonstruktionen können sehr langlebig sein.
Stroh kann je nach Rezeptur als Faserarmierung wirken, das Gefüge unterstützen und bei Leichtlehm die Rohdichte reduzieren.