Innenansicht Museum Bregenz Voralberg

© Adolf Bereuter für Cukrowicz Nachbaur Architekten

Vorarlberg Museum Bregenz

Das vorarlberg museum wurde in den Jahren 2010 bis 2013 umfassend umgebaut und erweitert. Dabei blieb der denkmalgeschützte Bestandsbau erhalten und wurde nahezu vollständig in die neue Gebäudestruktur integriert. Die Innenräume sind durch großflächige Lehmoberflächen geprägt, die in verschiedenen Arbeitsschritten ausgeführt wurden. Den Abschluss bildet ein speziell für das Museum entwickelter Lehm-Edelputz in einem warmen Beigeton, dessen Farbwirkung je nach Lichteinfall leicht variiert. Ergänzt werden die Wandoberflächen durch sägeraue Eichenholzböden. Sowohl Wände als auch Böden sind als offenporige Oberflächen ausgeführt und tragen zur besonderen raumklimatischen Qualität des Gebäudes bei.

Im Jahr 2022 wurden die Betriebszeiten der Lüftungsanlagen aus ökonomischen Gründen optimiert. Während die Anlagen zuvor im 24-Stunden-Betrieb betrieben wurden, erfolgt der Betrieb seither täglich von 06:00 bis 20:00 Uhr. Dadurch kann der Energieverbrauch deutlich reduziert werden.

Entscheidend für diese Anpassung ist die hohe Klimastabilität des Gebäudes außerhalb der Betriebszeiten. Nachts bleiben die Ausstellungsräume geschlossen, es finden keine Besucherbewegungen oder Türöffnungen statt, wodurch nur geringe klimatische Schwankungen auftreten. Die bauphysikalischen Eigenschaften der offenporigen Lehmoberflächen sowie der Eichenholzböden unterstützen diesen Effekt zusätzlich.

Trotz der reduzierten Betriebszeiten können die klimatischen Anforderungen für den Museumsbetrieb weiterhin zuverlässig eingehalten werden. Die Raumtemperatur liegt konstant zwischen 21 und 23 °C, die relative Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 55 %.

Standort:

Bregenz

Architekt / Planer:

Cukrowicz Nachbaur Architekten ZT GmbH Bregenz, Österreich

Verarbeiter:

Preite Verputz & Trockenbau GmbH Bürs, Österreich