Lehmputz für den Innenbereichmodern, natürlich & wohngesund

Moderner Lehmputz verbindet zeitgemäße Wandgestaltung mit natürlicher Feuchteregulierung und einem angenehmen Raumklima.

Lehmputz-
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Lehmkleber wird mit einer Zahnkelle aufgetragenLehmkleber (ugs.)Lehmklebe- und ArmierungsmörtelOberfläche eines Lehm-UnterputzesLehm-UnterputzStrukturierte Oberfläche eines Lehm-OberputzesLehm-OberputzFeine graue LehmputzoberflächeLehm-FeinputzFarbige Oberfläche mit Lehm-Edelputzverschiedene FarbtöneLehm-EdelputzLehmspachtel wird mit einer Rolle aufgetragenverschiedene FarbtöneLehmspachtel
GrundputzeFinish-Putze
Ideal fürPlatten verkleben &
Armierungsgewebe einbetten
Unebenheiten ausgleichen & den Putzaufbau herstellenFertige Sichtflächen im
klassischen Lehmputzaufbau
Streichfertige,
fein vorbereitete Wandflächen
Farbige Wandgestaltung
ohne zusätzlichen Anstrich
Flächen bis
Oberflächenqualität Q4
Oberflächekeine
Sichtoberfläche
grobstrukturiertfein &
gleichmäßig
farbiges Finish,
optionale Effektmaterialien
besonders
glattes Finish
Produkte / VariantenLehmkleberLehm-Unterputz
Lehmputz terra grob
Lehm-Oberputz
Lehmputz terra fein
Lehm-Feinputz
Lehmputz terra fein
Lehm-EdelputzLehm-Flächenspachtel
Lehm-Glätte
Schichtdicke
je Arbeitsgang
1–5 mmUnterputz: 5–30 mm
terra grob: 5–15 mm
Oberputz: 5–10 mm
terra fein: 3–4 mm
1–3 mmbis 2 mm0,1–1 mm

Tipp: Die Tabelle lässt sich seitlich verschieben.

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Die Vielfalt moderner Lehmputze

Vom ausgleichenden Grundputz bis zur feinen, farbigen Sichtoberfläche.

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Lehmputz geht auf fast allen Untergründen.

UntergrundDas ist wichtigEmpfohlener Aufbau
Lehm / alter LehmputzLose Stellen entfernen, Fläche gut annässenFehlstellen schließen → Lehm-Oberputz / terra grob → Finish nach Wunsch
Ziegel / MauerwerkReinigen, Fehlstellen schließen, Feuchte prüfen
Uneben: Lehm-Unterputz → Lehm-Oberputz / Finish
Eben: Lehm-Oberputz / terra grob → Finish
Kalk- / KalkzementputzPrüfen, ob der vorhandene Putz fest sitztggf. Wand- & Deckengrundierung → Lehm-Oberputz oder dünner Finishputz
BetonSchalöl entfernen, glatte Oberfläche haftfähig machen
Dünnlagig: Wand- & Deckengrundierung → Finishputz
Dicklagig: Haftbrücke / Vorspritz → Lehm-Oberputz / terra grob → Finish
Gipskarton / GipsfaserFugen mit Gewebeband sichern, Fläche grundierenWand- & Deckengrundierung → terra fein / Lehm-Feinputz, ca. 2–4 mm
OSB / ESBDarf nicht direkt verputzt werdenSchilfrohr-Putzträger → Lehm-Unterputz + Armierungsgewebe → Finishputz
HolzflächenDarf nicht direkt verputzt werdenSchilfrohr-Putzträger → Lehm-Unterputz + Armierungsgewebe → Finishputz
FachwerkHolzbalken überbrücken, Übergänge armierenSchilfrohr auf Balken → Lehm-Unterputz + Armierungsgewebe → Finishputz
Bruchstein / NatursteinFeuchte und Salze prüfen, Unebenheiten ausgleichenLehm-Unterputz, bei Bedarf mehrlagig → Lehm-Oberputz / Finishputz
Tapete / RaufaserErst vollständig entfernenTapete entfernen → Untergrund bestimmen → passenden Aufbau wählen
36 Farbtöne (untereinander mischbar)

Lehmputz gestalten mit Lehmfarbe

Diffusionsoffen, schadstoffarm und in einzigartigen Nuancen – für natürliche, tuchmatte Oberflächen.

Zu den Lehmfarben

Das sagen unsere Kunden

Was Lehm besser kann

Wohnraum mit natürlichen Lehmputzoberflächen

Reguliert Luftfeuchte

Nimmt Feuchtespitzen aus der Raumluft auf und gibt sie später wieder ab.

Hält Räume kühler

Puffert Wärme über den Tag und mildert Hitzespitzen im Sommer.

Bindet Gerüche

Die natürliche Oberfläche kann Gerüche und bestimmte Schadstoffe aus der Raumluft binden.

Leicht zu reparieren

Lokale Stellen lassen sich anfeuchten, ergänzen und materialgerecht nacharbeiten.

Häufige Fragen zum Lehmputz

Welche Nachteile hat Lehmputz?

Lehmputz hat vor allem klare Einsatzgrenzen: Er ist nicht für dauerhaft nasse Flächen oder den direkten Spritzwasserbereich geeignet und muss nach dem Auftrag vollständig sowie frostfrei trocknen. Für übliche Innenräume lassen sich diese Punkte bereits bei der Planung sicher berücksichtigen.

Direkter Wasserkontakt: Lehmputz reguliert Feuchtigkeit aus der Raumluft, ist aber nicht wasserfest. In häuslichen Bädern kann er deshalb außerhalb der Dusche und anderer unmittelbar wasserbelasteter Flächen eingesetzt werden.

Trocknung: Lehmputz trocknet physikalisch durch die Verdunstung des Anmachwassers. Luftbewegung, Temperatur und Schichtdicke bestimmen, wie schnell das Material austrocknet. Bei hoher Baustellenfeuchte kann eine technische Trocknung sinnvoll sein, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Auch die häufig genannte Stoßempfindlichkeit ist kein entscheidender Nachteil. Harte Stöße mit Möbeln hinterlassen auf jeder verputzten Wand Spuren. Lehmputz lässt sich jedoch meist lokal anfeuchten, ergänzen und nacharbeiten. Statt die gesamte Wand zu erneuern, kann die beschädigte Stelle schnell und materialgerecht repariert werden.

Was kostet Lehmputz pro m²?

Für Lehmputz vom Fachbetrieb werden häufig Gesamtkosten von etwa 30 bis 90 Euro pro m² genannt. Bei Eigenleistung können die reinen Materialkosten je nach Putzart und Schichtdicke ungefähr 5 bis 25 Euro pro m² betragen. Dabei handelt es sich um grobe Marktwerte, nicht um verbindliche conluto Preise.

Die tatsächlichen Kosten hängen vor allem von diesen Punkten ab:

  • Zustand und Ebenheit des Untergrunds
  • erforderliche Schichtdicke
  • ein- oder mehrlagiger Putzaufbau
  • notwendige Grundierung oder Armierung
  • gewünschte Struktur und Oberflächenqualität
  • Verarbeitung in Eigenleistung oder durch einen Fachbetrieb

Auch die Endgestaltung beeinflusst den Preis. Eine gestrichene Putzfläche wird anders kalkuliert als eine farbige Sichtfläche mit conluto Lehm-Edelputz oder eine besonders glatte Oberfläche mit Lehm-Flächenspachtel. Für einen sinnvollen Vergleich sollte deshalb immer der komplette Wandaufbau betrachtet werden – nicht nur der Preis eines einzelnen Gebindes.

Auf welchen Untergründen hält Lehmputz?

Lehmputz hält auf vielen sauberen, trockenen, tragfähigen und ausreichend griffigen Untergründen. Dazu gehören Ziegelmauerwerk, Lehmsteine, Kalksandstein, Porenbeton, intakte alte Lehmputze, Lehmbauplatten und entsprechend vorbereitete Trockenbauflächen.

Direkt geeignete Untergründe: Raue und saugfähige Ziegel, Lehmsteine und feste alte Lehmputze bieten in der Regel einen guten mechanischen Halt. Stark saugende Untergründe wie Porenbeton oder Planziegel werden üblicherweise vorgenässt. Kalksandstein darf dagegen nicht vorgenässt werden.

Glatte Untergründe: Beton und andere glatte oder schwach saugende Flächen benötigen eine griffige Haftbrücke, beispielsweise die conluto Wand- und Deckengrundierung grob.

Trockenbau und Lehmbauplatten: Gipskarton- und Gipsfaserplatten werden mit einer körnigen Grundierung vorbereitet und nur dünnlagig verputzt. Bei conluto Lehmbauplatten werden Fugen und Flächen mit Lehm Klebe- und Armierungsmörtel sowie Armierungsgewebe vorbereitet.

Auf Holz, OSB und bewegungsanfälligen Materialwechseln ist ein geeigneter Putzträger oder abgestimmter Armierungsaufbau erforderlich. Tapeten, lose Altanstriche, Öl, Fett und nicht tragfähige Putzschichten müssen vorher entfernt werden.

Warum schimmelt Lehmputz?

Lehmputz schimmelt nicht von sich aus. Schimmel kann vor allem während der Bauphase entstehen, wenn der frisch aufgetragene Putz über längere Zeit feucht bleibt oder dauerhaft Wasser aus dem Untergrund nachkommt.

Lehmputz trocknet durch Verdunstung. Wird er dick aufgetragen und fehlt gleichzeitig Luftbewegung, kann die Feuchtigkeit nicht schnell genug abgeführt werden. Auch Estrich, Beton und andere feuchte Baustoffe erhöhen während der Bauphase die Luftfeuchtigkeit.

Besonders wichtig sind deshalb:

  • ausreichender Luftaustausch
  • eine gleichmäßige Luftbewegung an den Wandflächen
  • frostfreie Temperaturen
  • vollständig getrocknete Putzlagen
  • bei Bedarf Ventilatoren oder Bautrockner

Enthält der Lehmputz pflanzliche Fasern oder Stroh, können diese während einer stark verzögerten Trocknung vorübergehend als Nährstoffquelle dienen. Nach der vollständigen Austrocknung fehlt Schimmel jedoch die notwendige Feuchtigkeit.

Tritt Schimmel erst später auf, sollten Wärmebrücken, undichte Leitungen, aufsteigende Feuchtigkeit oder dauerhaft zu hohe Raumluftfeuchte untersucht werden. Lehmputz kann Feuchtigkeit puffern, aber keinen baulichen Feuchteschaden ausgleichen.

Welche Schichtdicke sollte Lehmputz haben?

Die passende Schichtdicke hängt nicht nur vom Untergrund und der Putzart ab, sondern auch von der gewünschten Feuchte- und Wärmepufferung. Dünne Lehmputze gestalten die Oberfläche und verbessern bereits das Sorptionsvermögen. Ihre Wirkung ist zeitlich jedoch begrenzt.

Ein etwa 2 mm dünner Lehmfeinputz puffert einen Feuchtesprung laut Untersuchung ungefähr eine Stunde. Für die im Alltag typischen Feuchtebelastungen über sechs bis zwölf Stunden – etwa durch Schlafen, Kochen oder Duschen – sollte die raumseitige Lehmschicht insgesamt mindestens 15 mm betragen. Bei täglichen Luftfeuchteschwankungen werden vor allem die oberen 1,5 bis 2 cm des Wandaufbaus aktiviert (vgl. Ziegert 2004, S. 3).

Was muss man bei Lehmputz beachten?

Bei Lehmputz sind vor allem der Untergrund, das passende Produkt, die vorgesehene Schichtdicke und eine kontrollierte Trocknung entscheidend.

Der Untergrund muss fest, sauber, ausreichend griffig und dauerhaft trocken sein. Lose Putzschichten, Tapeten, Staub, Öl und andere trennende Stoffe müssen entfernt werden. Stark saugende Untergründe werden je nach Baustoff vorgenässt, glatte Flächen benötigen eine körnige Haftbrücke.

Auch der Aufbau muss zur Anwendung passen:

  • Lehm-Unterputz gleicht Unebenheiten aus.
  • Lehm-Oberputz erzeugt strukturierte oder geglättete Flächen.
  • Lehm-Feinputz und terra fein schaffen feine, streichfertige Oberflächen.
  • Lehm-Edelputz übernimmt Putz und Farbgestaltung.
  • Lehm Klebe- und Armierungsmörtel dient zum Kleben, Armieren und Vorbereiten schwieriger Untergründe.

An Materialwechseln, Plattenfugen oder rissgefährdeten Bereichen kann ein Armierungsgewebe notwendig sein. Es wird in die frische Putzlage eingebettet.

Nach dem Auftrag muss der Lehmputz zügig, vollständig und frostfrei trocknen. Vor hochwertigen Sichtoberflächen empfiehlt sich außerdem eine Musterfläche. So lassen sich Struktur, Farbwirkung und Werkzeugführung vorab beurteilen.

Wo macht Lehmputz Sinn?

Lehmputz ist besonders in Innenräumen sinnvoll, in denen natürliche Oberflächen, Feuchtepufferung und ein ausgeglichenes Raumklima gewünscht sind. Typische Einsatzbereiche sind Wohnräume, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Arbeitszimmer und Flure.

Auch für häusliche Küchen und Badezimmer ist Lehmputz geeignet, solange er außerhalb des direkten Spritzwasserbereichs eingesetzt wird. Kurzzeitig erhöhte Luftfeuchtigkeit, etwa nach dem Kochen oder Duschen, kann er aufnehmen und später wieder abgeben.

Weitere sinnvolle Anwendungen sind:

  • Altbau- und Fachwerksanierungen
  • Holzbau und Trockenbau mit conluto Lehmbauplatten
  • diffusionsoffene Innendämmsysteme
  • Wandheizungen
  • Räume mit wechselnder Nutzung und Luftfeuchtigkeit

Im Altbau kann Lehmputz unebene Flächen ausgleichen und bestehende Lehmbauteile materialgerecht ergänzen. In Kombination mit einer Wandheizung umschließt er die Heizrohre und verteilt die Wärme gleichmäßig über die Fläche.

Ist Lehmputz wärmedämmend?

Klassischer Lehmputz ist kein eigentlicher Dämmstoff. Seine Stärke liegt in der Wärmespeicherung: Er kann Wärme aufnehmen und zeitversetzt wieder an den Raum abgeben. Eine normale Putzschicht ersetzt deshalb keine energetische Dämmung.

Für einen Putzaufbau, der selbst zur Dämmung beiträgt, bietet conluto den Dämmputz Leichtlehm 600 an. Er besteht aus Baulehm, Blähglasgranulat und Stroh und besitzt eine Wärmeleitfähigkeit von 0,17 W/(m·K).

Der Dämmputz wird:

  • als dämmende Ausgleichsschicht eingesetzt,
  • wie ein Putz verarbeitet,
  • mit 5 bis 20 mm pro Lage aufgetragen,
  • bei größeren Schichtdicken mehrlagig aufgebaut.

Ein mehrlagiger Aufbau ist bis zu 50 mm möglich. Dabei muss jede Lage vollständig trocknen.

Bei einer Innendämmung übernimmt meist die Dämmplatte den größten Teil der Dämmwirkung. Der Lehmputz ergänzt das System: Er gleicht aus, unterstützt den Feuchtetransport und bildet die raumseitige Oberfläche. Bei Wandheizungen ist dagegen vor allem seine gute Wärmespeicherung und Wärmeverteilung gefragt.

Welcher Lehmputz ist der beste?

Der beste Lehmputz ist derjenige, der zum Untergrund, zur erforderlichen Schichtdicke und zur gewünschten Oberfläche passt. Einen einzigen Lehmputz für jede Anwendung gibt es deshalb nicht.

Für Ausgleich und Grundaufbau:
conluto Lehm-Unterputz eignet sich für unebenes Mauerwerk, Altbauwände und stärkere Putzlagen.

Für vielseitige Putzaufbauten:
Lehmputz terra grob kann als Unter- oder Oberputz eingesetzt werden und enthält keine pflanzlichen Zuschläge.

Für natürlich strukturierte Flächen:
conluto Lehm-Oberputz enthält feine Strohhäcksel. Je nach Bearbeitung kann die Oberfläche geschwämmt, abgerieben oder geglättet werden.

Für feine, streichfertige Wände:
Lehmputz terra fein und Lehm-Feinputz eignen sich für ebene Lehmputzflächen, Lehmbauplatten und vorbereitete Trockenbauplatten.

Für farbige Sichtflächen:
conluto Lehm-Edelputz verbindet Putz und Farbgestaltung in einer bis etwa 2 mm dünnen Oberfläche.

Für besonders glatte Wände:
Der conluto Lehm-Flächenspachtel Farbig ermöglicht moderne, glatte Oberflächen bis Q4.

Die beste Lösung ist häufig ein abgestimmter Aufbau aus Grundputz, Finish und passender Oberflächengestaltung.

Kann ich Lehmfarbe direkt auf Lehmputz streichen?

Ja, conluto Lehmfarbe kann direkt auf vollständig getrockneten, sauberen und tragfähigen Lehmputz gestrichen werden. Die Oberfläche sollte frei von Staub, losen Sandkörnern und Verschmutzungen sein.

Vor dem Streichen werden kleine Risse oder Fehlstellen mit passendem Lehmmaterial ausgebessert. Stark oder unterschiedlich saugende Flächen können mit conluto Kaseingrundierung vorbereitet werden. Dadurch wird die Saugfähigkeit vereinheitlicht und die Farbe trocknet gleichmäßiger.

Die conluto Lehmfarbe wird als Pulver mit Wasser angerührt:

  1. Farbpulver gründlich einrühren.
  2. Etwa 30 Minuten quellen lassen.
  3. Vor der Verarbeitung erneut aufrühren.
  4. Während des Streichens regelmäßig durchmischen.

In der Regel wird die Lehmfarbe zweimal mit zwischenzeitlicher Trocknung aufgetragen. Je nach Untergrund und Werkzeug können auch ein bis drei Lagen erforderlich sein.

Mit der Farbrolle entsteht eine ruhige, gleichmäßige Oberfläche. Eine Lasurbürste erzeugt durch Kreuzschlag oder liegende Achten eine lebendigere Struktur. Mit dem conluto Streichputz-Zusatz lässt sich die Lehmfarbe außerdem in einen fein strukturierten Lehm-Streichputz verwandeln.

Was ist besser: Kalkputz oder Lehmputz?

Weder Kalkputz noch Lehmputz ist pauschal besser. Entscheidend ist, welche Eigenschaften im jeweiligen Raum benötigt werden. Lehmputz spielt seine Stärken vor allem im Wohnbereich aus, Kalkputz bei höherer direkter Feuchte- oder Witterungsbelastung.

Lehmputz eignet sich besonders für:

  • Wohn- und Schlafzimmer
  • Kinder- und Arbeitszimmer
  • Holz- und Lehmbau
  • Altbau- und Fachwerksanierungen
  • Wandheizungen
  • häusliche Bäder außerhalb der Spritzwasserzone

Er kann Luftfeuchtigkeit kurzfristig aufnehmen und wieder abgeben, Wärme speichern und auf vielfältige Weise gestaltet werden. Außerdem lassen sich kleinere Beschädigungen meist lokal und materialgerecht reparieren.

Kalkputz wird häufig dort eingesetzt, wo eine höhere Beständigkeit gegenüber direkter Feuchte gefragt ist. Seine Alkalität schafft zudem ungünstige Bedingungen für Schimmelwachstum. Sie ersetzt jedoch weder einen trockenen Wandaufbau noch ausreichendes Lüften.

Im Badezimmer können beide Materialien sinnvoll kombiniert werden: Lehmputz an Decken und freien Wandflächen, ein wasserbeständiger Aufbau in der Dusche. Für Wohnräume ist conluto Lehmputz häufig die wohnlichere und gestalterisch vielseitigere Lösung.

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