Lehmbau FAQ

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Lehmbaustoffen

Willkommen in unserem Lehmbau FAQ. Hier haben wir für Sie die häufigsten Fragen rund um die ökologische Sanierung und Gestaltung mit Lehm zusammengefasst.

Lehm ist ein natürlicher Baustoff, der hauptsächlich aus Ton, Schluff (feinen mineralischen Teilchen) und Sand besteht. Menschen verwenden Lehm seit Jahrtausenden zum Bauen, denn er ist nahezu überall verfügbar und härtet allein durch Trocknung aus – ganz ohne Brennen im Ofen oder chemische Zusätze. In der modernen Architektur erlebt Lehm ein Comeback als nachhaltiges, wohngesundes Material. Lehm ist weltweit einer der ältesten Baustoffe – und gleichzeitig zukunftsweisend

Bauen mit Lehm bietet eine ganze Reihe von Vorteilen:

  • Raumklima & Gesundheit: Lehmputze sind in der Lage, Schwankungen der Raumluftfeuchte (z.B. aufgrund von Duschen, Kochen oder Heizen) durch Zwischenspeicherung und Wiederabgabe von Wasserdampf abzupuffern. Außerdem enthält er keine schädlichen Zusätze – es treten keine Ausdünstungen oder Mikroplastik-Partikel auf.
  • Nachhaltigkeit: Beim Lehm-Bau werden deutlich weniger CO₂-Emissionen verursacht – bis zu 90 % Einsparung im Vergleich zu zementbasierten Bauweisen. Zur Herstellung von Lehmbaustoffen ist kein energieintensives Brennen nötig, und conluto nutzt Lehm aus Baugrubenaushub, der sonst als Abraum entsorgt würde. Lehm lässt sich außerdem immer wieder mit Wasser anrühren und erneut verwenden oder am Ende einfach der Natur zurückgeben.
  • Wärme- & Schallschutz: Lehmwände speichern Wärme und helfen, Temperaturschwankungen auszugleichen. Die schwere Masse von Lehmbauteilen wirkt gleichzeitig schalldämmend – Räume mit Lehmputz oder Lehmwänden haben einen angenehm ruhigen Klang. Außerdem sind Lehmbauten diffusionsoffen und feuchteregulierend, was im Sommer für ein kühleres Hausklima sorgt.
  • Verarbeitungsfreundlich: Lehmputz ist leicht anzuwenden und sehr fehlertolerant. Da Lehm nur physikalisch trocknet und nicht chemisch aushärtet, kann man eine Lehmoberfläche meist noch Stunden oder sogar Tage später mit Wasser wieder anfeuchten und korrigieren. Selbst Laien können mit etwas Geschick Lehm verarbeiten – eine handwerkliche Ausbildung ist nicht zwingend nötig.
  • Brandschutz: Reiner Lehm ist nicht brennbar und erhöht den Feuerwiderstand von Bauteilen. Massive Lehmbauplatten etwa entsprechen der Baustoffklasse A2 (nicht brennbar). Dadurch kann Lehmputz im Brandfall die Ausbreitung von Feuer verlangsamen und trägt zur Sicherheit bei.

Ja, Lehmbau gilt als äußerst umweltfreundlich. Lehm ist in großen Mengen in der Erde vorhanden und die fertigen Lehmbaustoffe (wie Lehmbauplatten oder Lehmsteine) müssen gebrannt werden, was viel Energie spart und den CO₂-Ausstoß minimiert. So fallen beim Bauen mit Lehm bis zu 90 % weniger klimaschädliche Emissionen an als bei Zement oder Beton. Zudem verwendet conluto überwiegend Lehm, der als Aushub bei Bauprojekten anfällt und sonst als Abraum entsorgt werden müsste – dieses Recycling schont die Ressourcen und vermeidet Abfall. Am Ende der Nutzungsdauer lassen sich Lehmbaustoffe einfach wieder in den natürlichen Kreislauf zurückführen (getrockneter Lehm kann zerkleinert und neu verarbeitet oder umweltgerecht kompostiert werden).

Ja, Lehm schafft ein sehr gesundes Wohnklima. Lehmprodukte kommen ohne Schadstoffe aus – sie enthalten weder Lösungsmittel noch synthetische Bindemittel. Daher belasten Lehmwände die Innenraumluft nicht mit giftigen Dämpfen. Im Gegenteil, der Ton im Lehm kann sogar Gerüche binden. Außerdem reguliert Lehm die Luftfeuchtigkeit im Raum: Er nimmt überschüssige Luftfeuchte auf und gibt sie bei Bedarf wieder ab, was Schimmelbildung vorbeugt und ein angenehmes Milieu für die Atemwege schafft. Lehmoberflächen ziehen durch ihre antistatische Eigenschaft weniger Staub an – ein Vorteil für Allergiker. Insgesamt sorgen die natürlichen, diffusionsoffenen Lehmputze für ein wohngesundes Umfeld ohne chemische Emissionen.

Richtig verarbeitet sind Lehmbaustoffe äußerst langlebig. In vielen historischen Gebäuden (z. B. Fachwerkhäusern) haben Lehmwände Jahrhunderte überdauert. Im Innenbereich hält ein Lehmputz unbegrenzt, solange er vor ständiger Feuchtigkeit geschützt bleibt. Kleine Beschädigungen lassen sich jederzeit ausbessern – angetrockneter Lehm kann durch Anfeuchten wieder weich gemacht und repariert werden. Beim Brandschutz schneidet Lehm sehr gut ab: Das Material ist mineralisch und von Natur aus nicht entflammbar. Es kann also die Feuerwiderstandsdauer einer Wand erhöhen und brennt nicht aktiv. Wichtig ist lediglich, Lehmflächen vor dauerhafter Nässe zu schützen, da ungebrannter Lehm nicht wasserfest ist und bei Durchfeuchtung wieder weich werden würde. conluto Lehmputze können auch im witterungsgeschützten Außenbereich eingesetzt werden.

Ja. Alle conluto-Lehmbaustoffe sind DIN-genormt bzw. nach technischen Baustandards klassifiziert und werden regelmäßig qualitätsgeprüft. So erfüllen conluto-Lehmputze z.B. die DIN 18947 (Lehmmauermörtel/Lehmputz) und die conluto-Lehmbauplatten sind nach DIN 18948 zertifiziert. Das heißt, ihre Eigenschaften – etwa Festigkeit, Rohdichte, Abriebfestigkeit etc. – wurden nach einheitlichen Kriterien getestet. Sie können conluto-Produkte also bedenkenlos in Bauvorhaben einsetzen. Die Baustoffe entsprechen den geltenden Baustoffnormen und Bauzulassungen und eignen sich sowohl für private Wohnprojekte als auch für den professionellen Einsatz im Architektur- und Denkmalschutzbereich.

Lehmputze sind Wand- und Deckenputze auf Lehmbasis, die im Innenausbau anstelle von Zement- oder Gipsputzen verwendet werden. Sie bestehen im Wesentlichen aus Baulehm (Ton mit Sand) und teils pflanzlichen Zuschlägen wie Fasern oder Strohhäcksel zur Armierung. Ein Lehmputz wird meist in zwei bis drei Schichten aufgetragen: zuerst ein grober Grundputz (Unterputz) zum Ausgleichen von Unebenheiten und als Putzträger, dann ein feinerer Oberputz als sichtbare Oberfläche oder darüber noch ein Feinputz. Typischerweise kommen Lehmputze innen zum Einsatz, da sie nicht wasserfest sind. Dort bieten sie eine schöne, natürliche Optik und verbessern das Raumklima erheblich (siehe Vorteile oben). Moderne Lehmputz-Mischungen von conluto lassen sich sowohl klassisch von Hand mit Kelle und Traufel als auch mit der Putzmaschine verarbeiten – selbst farbige Edelputze können maschinell gespritzt werden.

Es gibt bei conluto verschiedene Sorten Lehmputz, manche mit oder ohne Zuschlägen, für sehr feine Oberflächen oder zum Ausgleichen von großen Unebenheiten oder einen einheitlichen Putzgrund. Für eine gute Oberfläche ist es wichtig, die jeweiligen Schichtstärken zu beachten.

  • Lehm-Unterputz:Grundputz, bestehend aus Baulehm, Sand und 30 mm langen Strohhäckseln. Er wird in dickeren Schichten (ca. 5–30 mm) je Lage aufgetragen, um große Unebenheiten auszugleichen oder einen einheitlichen Putzgrund zu schaffen. Er bietet eine tragfähige Basis für weitere Lagen.
  • Lehm-Oberputz: Dieser Putz besteht aus Baulehm, Sand und Strohhäcksel mit einer Länge bis zu 10 mm. Er wird mit einer Schichtstärke von 5 bis 10 mm dick aufgebracht und ergibt eine feine Struktur in der fertigen Oberfläche. In den meisten Fällen wird Lehm-Oberputz als Endputz belassen und gestrichen oder als Putzgrund für einen anschließenden Verputz mit Lehm-Edelputz eingesetzt.
  • Lehmputz terra grob: Dieser Putz enthält keine pflanzlichen Zuschläge und kann in einer Lage von 5 bis 15 mm dick aufgetragen werden.
  • Lehm-Feinputz: Im Gegensatz zum Unter- und Oberputz hat dieser Putz neben Baulehm und Sand nur pflanzliche Feinstfasern und kann daher bereits in einer Stärke von 2-3 mm aufgebracht werden. Er ist speziell für bereits ebene Untergründe, um eine streichfähige, feine Oberfläche zu erstellen. 
  • Lehmputz terra fein: Auch hier sind, wie bei dem Lehmputz terra grob, keine pflanzlichen Zuschläge enthalten. Er kann in einer Stärke von 3-4 mm aufgetragen werden und liefert eine streichfertige Oberfläche, ein Edelputzauftrag ist auch möglich.
  • Lehm Flächenspachtel: Diese Lehmspachtelmasse aus Lehm/Ton, Marmormehl, Zellulose und Pflanzenstärke wird zum Erstellen von sehr feinen Oberflächen verwendet. Er kann in einer Schichtstärke von 0,1 bis 1 mm je Lage aufgetragen werden. Er wird meistens zweilagig verwendet zum Spachteln und Glätten von groben Untergründen, ggf. zum Verspachteln von Trockenbauplatten oder Einbetten von Spachtelflies. Er kann mit einer Gesamtstärke von bis zu 2 mm aufgetragen werden. Dieser Spachteln ist in ‘Natur’ sowie 9 weiteren Farbtönen erhältlich. Der Spachtel kann somit gleichzeitig als farbiges Oberflächenfinish eingesetzt werden.
  • Lehm-Edelputz: Feiner, farbiger Lehmputz für dekorative Oberflächengestaltung, er besteht aus farbigen Tonen, Lehmen und quarzhaltigen Sanden. Edelputze werden nur ca. 1– maximal 2 mm dünn aufgezogen. conluto bietet hier eine Palette von 16 Farbtönen an, von einem dezenten „Edelweiß“ bis hin zu kräftigeren Erdtönen. Durch verschiedene Techniken (Glätten, Schwammschlag, Bürstenstrich etc.) können individuelle Effekte erzielt werden.
  • Spezialputze: Daneben gibt es Sonderprodukte, z.B. Leichtlehm(plastisch gut modellierbarer Baustoff, der als Innendämmung zwischen einer Außenwand und einer verlorenen Schalung feucht eingebracht wird, wodurch starke Unebenheiten an den vorhandenen Außenwänden ausgeglichen werden können) oder Armierungs- und Klebeputze auf Lehmbasis (z.B. zum Ankleben von Lehmbauplatten und Einbetten von Gewebe). Diese sind für spezielle Anwendungsfälle entwickelt, folgen aber dem gleichen Prinzip – ein Gemisch aus Lehm und Sand, abgestimmt mit passenden Zuschlagstoffen.

Lehmfarbe ist ein Wandanstrich auf Lehmbasis für den Innenbereich. Anders als herkömmliche Dispersionsfarbe besteht Lehmfarbe aus Tonmehlen und natürlichen, mineralischen Pigmenten. Zur Verbesserung der Verarbeitung werden oft Zellulose und Pflanzenstärke als Bindemittel beigemischt. Lehmfarbe von conluto wird als Pulver geliefert, das auf der Baustelle einfach mit Wasser angerührt und mit üblichen Werkzeugen aufgetragen werden kann – ob mit der Deckenbürste, einer Farbrolle oder mittels Airless-Spritzgerät bleibt dem Anwender überlassen. Lehmfarbe bildet eine tuchmatte und sorptionsfähige Oberfläche mit hoher Farbrillianz und -beständigkeit. Durch die natürlichen Tonpigmente entstehen behagliche, erdige Farbtöne ohne chemische Lösungsmittel oder Konservierungsstoffe (die Trockenpulver-Rezeptur macht Topfkonservierer überflüssig). Lehmfarbe eignet sich für alle tragfähigen, trockenen Untergründe im Innenraum.

Ja, Lehmfarben sind in vielen natürlichen Farbtönen erhältlich. conluto z.B. bietet eine hauseigene 36 Töne umfassende Lehmfarben-Kollektion mit einer breiten Palette an Erd- und Pastelltönen an. Die Farbgebung entsteht durch die verwendeten Tonerden – von sehr hellen Sand- und Weißtönen bis zu kräftigeren Erdfarben (etwa Ocker, Terrakotta oder Brauntöne), aber auch Blau- und Grüntöne sind vorhanden. Für spezielle Farbwünsche können die Lehmfarben auch untereinander gemischt oder geeignete Pigmente bis zu 8 % Gewichtsanteil hinzugefügt werden – sie lassen sich also individuell mischen.

Lehmbauplatten sind vorgefertigte Trockenbauplatten aus Lehm, die im Innenausbau ähnlich wie Gipskartonplatten eingesetzt werden. Sie bestehen aus einer Mischung von Lehm und natürlichen Fasern (z.B. Holz- oder Hanffasern), oft sind sie einseitig mit Jutegewebe armiert, um die Platte stabil zu halten. Übliche Platten sind z.B. 16 mm oder 22 mm dick und haben Formate ähnlich Gipskarton. Verwendet werden Lehmbauplatten zur Erstellung von Trennwänden, Verkleidungen und Decken in Trockenbauweise. Man befestigt sie auf einer Unterkonstruktion (Holz- oder Metallständerwerk) mit Schrauben oder Klammern. Anschließend werden die Lehmbauplatten zweilagig dünn mit Lehm gespachtelt. Lehmbauplatten können an Wänden, Dachschrägen und Decken montiert werden und verbinden die schnelle Montage von Trockenbau-Elementen mit den hervorragenden raumklimatischen Eigenschaften des Lehms.

Grundsätzlich ja – Lehmbauplatten können im Innenausbau anstelle von Gipskartonplatten verwendet werden. Sie erfüllen die gleiche bauliche Funktion (Verkleidung von Wand, Decke oder Dachschräge), sind jedoch etwas schwerer als Gipskarton. Dafür bieten sie spürbare Zusatznutzen: Die massiven Lehmplatten sind feuchteregulierend, wärmespeichernd und schalldämmend und sorgen so für ein angenehmeres Raumklima. Durch ihre Masse verbessern sie den Schallschutz einer Wand, und sie tragen – anders als Gipskarton – aktiv zur Klimaregulierung bei (Lehm nimmt Luftfeuchte auf und gibt sie später wieder ab). Zudem bestehen sie aus rein natürlichen Materialien ohne Gipsanteil oder Chemikalien, was wiederum der Wohngesundheit zugutekommt. In der Verarbeitung unterscheiden sich Lehmplatten nur wenig von Gipskarton: Sie lassen sich mit Säge oder Messer zuschneiden, werden mit den gleichen UW-/CW-Profilen bzw. Holzlatten als Unterkonstruktion verschraubt und die Fugen werden verspachtelt (allerdings mit Lehmmörtel statt mit Gips-Spachtel). Durch den ähnlichen Aufbau kann ein Lehmbau-Projekt genauso geplant werden wie ein klassischer Trockenbau – jedoch mit den genannten zusätzlichen Vorteilen für das Wohnklima.

In Bädern können Lehmbauplatten allerdings nur außerhalb der Spritzwasserbereiche eingesetzt werden.

Ein Lehmbau-Trockenbausystem umfasst alle Komponenten, die benötigt werden, um Innenwände oder Decken in Trockenbauweise mit Lehm herzustellen. Dazu zählen: die Lehmbauplatten selbst, eine passende Unterkonstruktion (Ständerwerk aus Holzlatten oder Metallprofilen) zur Befestigung, sowie entsprechendes Befestigungsmaterial (etwa Spezial-Schrauben oder Klammern und ggf. Tellerprofile zur Plattenfixierung). Weiterhin wichtig ist ein Lehm-Klebe- und Armierungsmörtel, um die Fugen und Anschlüsse der Lehmbauplatten zu verspachteln, und ein Armierungsgewebe (z.B. Jutenetz), das in die frische Spachtelmasse eingelegt wird, um Risse an den Stößen zu verhindern. Zum Lehmbau-Trockenbausystem gehören oft auch Putzträger-Elemente für besondere Bereiche – z.B. bietet conluto Strohplatten aus gepresstem Stroh an, die als ökologische Putzträgerplatte dienen. Solche Strohbauplatten können z.B. auf Mauerwerk oder in Dämmungen eingesetzt und dann mit Lehm verputzt werden. Insgesamt verzichtet man im Lehmtrockenbau auf dichte Folien (keine Dampfsperre), da alle Komponenten diffusionsoffen arbeiten. Wichtig ist dafür ein konsequent aufeinander abgestimmtes System aus Platten, Befestigung und Putz, wie es conluto anbietet, damit am Ende ein stabiles und wohngesundes Bauteil entsteht.

Lehmputz haftet auf sehr vielen üblichen Bau-Untergründen, sofern diese richtig vorbereitet sind. Geeignet sind z.B. Mauerwerk (Backsteine, Lehmsteine, Naturstein), rauer Putz (Kalk-, Zement- oder alter Lehmputz) und auch moderne Baustoffe wie Gipskarton oder Beton – letztere müssen jedoch entsprechend vorbehandelt werden. Wichtig ist, dass der Untergrund trocken, sauber, tragfähig und möglichst rau oder saugfähig ist. Auf glatten oder nicht saugenden Flächen (z.B. Beton, Gipsputz, Fermacell) empfiehlt es sich, vor dem Lehmputz eine Grundierung aufzutragen, damit der Lehm optimal haftet und gleichmäßig trocknet. conluto bietet hierfür z.B. eine spezielle Wand- und Deckengrundierung an, die feinen Sand enthält und so eine Haftbrücke schafft. Stark saugende Untergründe (z.B. altes bröseliges Mauerwerk) sollten ebenfalls grundiert oder vorgenässt werden, damit der Lehmputz nicht zu schnell Wasser entzieht. Schwach saugendes Mauerwerk, wie beispielsweise einige Natursteine, sollten nicht vorgenässt werden.

Auf sehr schwierigen Flächen kann man auch ein Putzträgergewebe (z.B. Schilfrohrmatten oder Rabitzgewebe) anbringen, an dem der Lehmputz dann verankert wird. Grundsätzlich kann Lehmputz also auf fast allen Innenwand-Oberflächen eingesetzt werden – entscheidend sind Reinigung, Vorbehandlung und ausreichende Trocknung des Untergrunds vor Beginn der Arbeiten.

Ja, neben verschiedenen Lehmputzen und Lehmprodukten für die Oberflächengestaltung (Lehmfarben, Lehm-Edelputz und Lehm-Glätte) gibt es bei conluto auch vorgefertigte Lehmbau-Elemente. Ein Highlight sind die Stampflehm-Fertigteile: Das sind industriell vorgefertigte Wandelemente aus verdichtetem Lehm, die auf der Baustelle nur noch zusammengesetzt werden. Diese Stampflehm-Elemente können sogar tragend sein und bieten beeindruckende Eigenschaften – sie sind äußerst langlebig, vollständig wiederverwendbar und haben eine besondere monolithische Ästhetik (jede Wand ein Unikat). Zudem sorgen sie durch ihre Masse für exzellenten Schall- und Hitzeschutz im Sommer. 

Lehmputz lässt sich mit etwas Übung auch in Eigenleistung verarbeiten. Tatsächlich ist Lehm ein sehr anwenderfreundlicher Werkstoff – man benötigt keine spezielle Ausbildung, um damit gute Ergebnisse zu erzielen. Etwas handwerkliches Geschick reicht aus, denn Lehm verzeiht Fehler: Anders als zementhaltiger Putz kann Lehmputz auch nach dem Auftragen noch korrigiert und geglättet werden. Sollte eine Stelle misslingen, feuchtet man sie wieder an und bessert nach. Viele Bauherren und Renovierer haben Freude daran, Lehmputz selbst aufzubringen, und conluto ermuntert Heimwerker ausdrücklich dazu. Natürlich kann ein erfahrener Lehmbau-Fachhandwerker schneller und mit Routine arbeiten – bei größeren oder repräsentativen Projekten lohnt es sich, einen Profi hinzuzuziehen. Aber für Wohnräume, künstlerische Wände oder kleinere Flächen ist Selbermachen mit Lehm durchaus machbar und sicher.

Für Lehmputz-Arbeiten sind vor allem übliche Putzwerkzeuge erforderlich – es sind keine hochspezialisierten Geräte notwendig. Zum Anmischen von trockenem Lehmputz braucht man einen Bottich/Eimer und einen kräftigen Rührquirl (Bohrmaschine mit Rühraufsatz oder ein Mörtelrührgerät). Zum Auftragen und Verteilen des Mörtels verwendet man Kellen und Traufel (Glättkellen). Um größere Flächen abzuziehen und zu ebnen, ist eine Abziehlatte oder Kartätsche hilfreich. Für die Oberflächengestaltung und -glättung kommen je nach Technik ein Glätter, ein Schwammbrett oder auch eine Strukturrolle/Bürste zum Einsatz. Beim Arbeiten mit Lehmfarbe benötigt man analog entweder eine Deckenbürste, eine Farbrolle oder ein Airless-Spritzgerät, um die Farbe aufzutragen. Als Zubehör sollte man außerdem Abdeckmaterial (Folie, Malerkrepp) bereithalten, um angrenzende Flächen zu schützen. Persönliche Schutzausrüstung beschränkt sich auf das Übliche: Handschuhe nach Bedarf, und beim Anrühren von Pulver einen Atemschutz gegen Staub – Lehm ist zwar ungiftig, staubt aber zunächst etwas.

Lehmputz wird je nach Produkt entweder trocken (Big Bag/Sackware) oder bereits erdfeucht (angefeuchtete Fertigmischung in BigBags oder lose) geliefert. Trockenen Lehmputzmörtel mischt man auf der Baustelle mit sauberem Wasser an. Dabei gibt man das Lehmpulver in einen Mörtelkübel und fügt schluckweise Wasser hinzu, bis die Konsistenz pastös und geschmeidig ist. Am besten verwendet man ein kräftiges Rührwerk, um Klumpen zu vermeiden. Erdfeuchter Lehmputz ist schon gebrauchsfertig angemischt; hier genügt es, den Mörtel vor Ort kurz aufzurühren, dann kann man ihn direkt verarbeiten. Das Auftragen erfolgt wie bei anderen Putzen: Man bringt den Lehmputz mit der Kelle oder Traufel auf die Wand auf und verteilt ihn auf die gewünschte Dicke. Grobe Unebenheiten im Untergrund können zunächst mit Lehm-Unterputz ausgefüllt werden. Typischerweise arbeitet man in zwei Lagen (siehe oben: Unter- und Oberputz). Die erste Lage lässt man etwas antrocknen („anziehen“), bis sie fest genug für die zweite ist, aber noch nicht vollständig trocken. Dann trägt man die zweite, feinere Schicht auf. Wichtig: immer „nass in nass“ arbeiten, d.h. die zweite Lage aufbringen, solange die erste noch leicht feucht ist, um gute Haftung zu gewährleisten. Die frisch verputzte Fläche wird mit einer geraden Latte abgezogen (überschüssiges Material entfernt) und anschließend geglättet. Für eine ganz glatte Oberfläche kann man, sobald der Putz leicht angezogen hat, mit einem feuchten Schwammbrett kreisend abreiben oder mit einer Stahlglätte abziehen. Auch Strukturen sind möglich – z.B. ein Besenstrich, ein Schwammmuster oder Modellierungen –, hier sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Bei größeren Flächen oder Decken kann es helfen, zu zweit zu arbeiten, um Ansätze zu vermeiden. Und nicht zuletzt: Werkzeug zwischendurch immer wieder von angetrocknetem Lehm befreien (einfach mit Wasser), damit die Verarbeitung gleichmäßig bleibt.

Ein sauberer, geeigneter Untergrund ist das A und O für Lehmputz. Vor dem Verputzen muss der Untergrund sorgfältig geprüft und vorbereitet werden. Er sollte trocken, fest und staubfrei sein. Lose alte Putzteile, Tapetenreste oder absandende Stellen müssen entfernt werden. Stark saugende Wände (z.B. altes Mauerwerk) sollten leicht vorgenässt oder mit Tiefengrund behandelt werden, damit dem Lehmputz nicht zu schnell Wasser entzogen wird. Sehr glatte oder unterschiedlich saugende Flächen behandelt man idealerweise mit einer Grundierung: conluto bietet z.B. eine Wand- und Deckengrundierung an, die man auf Gipsputz oder Beton auftragen kann, bevor man Lehmputz darüber zieht. Die Grundierung stellt eine leicht raue, einheitlich saugende Oberfläche her, was die Haftung und gleichmäßige Trocknung sicherstellt. Bei Bedarf kann auch ein Putzträger angebracht werden (z.B. eine Schilfrohrmatte auf Holz oder Mischmauerwerk), an dem der Lehmputz gut anhaftet. Ecken und Kanten sollten mit Putzschienen geschützt werden, genau wie bei herkömmlichen Putzen. Und nicht vergessen: umliegende Bauteile abkleben/abdecken – Lehm lässt sich zwar mit Wasser abwaschen, aber es spart Mühe, Böden, Fensterrahmen etc. von vornherein zu schützen.

Die erforderliche Putzdicke hängt vom Untergrund und der Funktion der Lage ab. 
Als Faustregel gilt:

  • Unterputz 5-30 mm in einem Arbeitsgang
  • Oberputz 5-10 mm
  • Feinputz 2-3 mm
  • Edelputz 1-2 mm

Lehmputz trocknet durch Verdunsten des Wassers. Die Trockenzeit hängt daher von der Schichtdicke, der Temperatur und der Luftzirkulation ab. Als Faustregel kann man pro Millimeter Putzdicke etwa einen Tag Trocknungszeit einplanen (bei guten Bedingungen um 20 °C und mittlerer Luftfeuchte). Das heißt z.B.: ein 15 mm dicker Unterputz benötigt ungefähr 2–3 Wochen, um vollständig durchzutrocknen. Ein dünner Feinputz ist oft in wenigen Tagen trocken. Wichtig ist, während der Trocknung für ausreichend Lüftung zu sorgen – also Fenster öffnen, querlüften, ggf. mit Ventilatoren nachhelfen. In der kalten Jahreszeit oder bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit kann man auch mit einem Bautrockner unterstützen, wobei Lehm am besten schonend trocknet (nicht zu heiß, eher konstant leicht erwärmen und entfeuchten). Sichtbar ist die Trocknung daran, dass der Putz heller wird. Achtung: Lehmputz härtet nicht chemisch aus, sondern nur durch Trocknung – er sollte also nicht durch dichte Anstriche oder Folien „gesperrt“ werden, bevor er trocken ist. Ebenso sollte man frischen Lehmputz vor Frost schützen, bis er vollständig trocken ist, da gefrorenes Wasser im Putz zu Abplatzungen führen könnte. Im Zweifel lieber ein paar Tage länger warten, bevor weitergearbeitet oder gestrichen wird.

Kleine Haarrisse beim Trocknen können bei Lehmputz vorkommen – zum Beispiel, wenn sehr dick in einem Zug verputzt wurde oder die Trocknung ungünstig war. Solche Netzrisse sind meist unbedenklich und lassen sich leicht ausbessern: Man besprüht die Stelle mit etwas Wasser, bis der Putz wieder dunkler und formbar wird, und zieht dann mit frischem Lehmmörtel oder mit Lehmspachtelmasse darüber. Alternativ kann man Risse auch mit einem nassen Schwamm oder der Kelle „zudrücken“, wenn der Putz noch etwas feucht ist. Wichtig ist, wirklich ausreichend anzufeuchten, damit neuer und alter Lehm eine Einheit bilden. Bei größeren Rissen oder sehr kritischen Untergründen lohnt es sich, Armierungsgewebe zu verwenden: Dieses wird in die erste Putzlage eingebettet (meist über die ganze Fläche oder zumindest über gefährdete Zonen wie Stoßstellen verschiedener Materialien). Das Jute- oder Glasfasergewebe nimmt Zugspannungen auf und verhindert so weitgehend, dass Risse entstehen. Insgesamt gilt: Lieber zwei dünnere Lagen als eine viel zu dicke – und langsam trocknen lassen –, dann hält Lehmputz in der Regel ohne Rissbildung.

Ja, viele Lehmputze (insbesondere die von conluto) sind maschinengeeignet. Das bedeutet, man kann sie mit üblichen Putzmaschinen oder Förderpumpen verarbeiten. Der trockene Putz wird dazu in der Maschine mit Wasser angemischt und direkt als Spritzmörtel auf die Wand gespritzt. Gerade für große Flächen oder hohe Schichtdicken ist das ein praktischer Weg. Sowohl der grobe Unterputz als auch feinere Lehm-Oberputze und Edelputze lassen sich so maschinell aufbringen. Wichtig ist, die Herstellerhinweise zu beachten: Nicht jede einfache Baumarkt-Farbpumpe eignet sich für schweren Lehmmörtel – professionelle Putzmaschinen mit geeignetem Schneckenförderer (offenes System) sind hier gefragt. Für Heimwerker ist Handarbeit oft einfacher, aber Fachbetriebe nutzen die Maschinentechnik, um schneller voranzukommen. Nach dem Anspritzen der Wand wird der Lehmputz wie gewohnt abgezogen und geglättet. Die maschinelle Verarbeitung ändert also nichts am Endergebnis, sie beschleunigt nur das Aufbringen des Materials.

Eingeschränkt ja. Lehmputz eignet sich durchaus für Badezimmerwände und -decken, allerdings nicht im direkten Nassbereich. In Bereichen mit hoher Luftfeuchtigkeit, aber ohne direkten Wasserstrahl (etwa an der Decke, an Bad-Wänden außerhalb der Dusche), kann Lehmputz sogar Vorteile haben: Er puffert Feuchtigkeit und beugt damit Schimmel vor. Nach dem Duschen nimmt eine Lehmwand kurzfristig viel Wasserdampf auf und gibt ihn nach und nach wieder ab – das Bad trocknet schneller, und beschlagene Spiegel klären sich eher. Direkten Wasserkontakt verträgt Lehm jedoch nicht gut. Dort, wo ständig Spritzwasser hinkommt (Dusche, direkt am Waschbecken, hinter der Badewanne), sollte man auf Fliesen, Kalkputz oder andere wasserfeste Beschichtungen ausweichen, denn Lehmputz würde bei Durchfeuchtung wieder aufweichen. Man kann Lehm zwar mit bestimmten Lasuren oder Wachsanstrichen wasserabweisender machen, doch vollkommen wasserdicht wird er dadurch nicht. Daher gilt: Im Bad ja – aber nicht in der Dusche selbst. Mit dieser Aufteilung (Nasszone konventionell, Rest mit Lehm) haben viele Bauherren gute Erfahrungen gemacht. Wichtig ist wie immer eine ausreichende Lüftung des Badezimmers, damit der Lehmputz nach Feuchtelast auch wieder durchtrocknen kann.

Das hängt vom Untergrund ab. Saugfähige, raue Untergründe (z.B. Lehmsteinmauerwerk, alter mineralischer Putz) können oft ohne Grundierung direkt mit Lehm verputzt oder gestrichen werden. Problematische Untergründe sollten jedoch grundiert werden. Als problematisch gelten: sehr glatte Flächen (Beton, fest zugeglätteter Gipsputz), sandende oder staubige Flächen, unterschiedlich saugende Untergründe sowie Gipskarton. In solchen Fällen ist eine vorbehandelnde Grundierung sinnvoll, damit der Lehmputz bzw. die Lehmfarbe überall gleichmäßig haftet und trocknet. conluto bietet z.B. eine Wand- und Deckengrundierung an, die speziell für Gips- und Betonflächen empfohlen wird, bevor Lehmputz aufgetragen wird. Diese Grundierung enthält feinen Sand als Haftzuschlag und egalisiert die Saugfähigkeit. Auch vor Lehmfarbe ist eine Grundierung auf z.B. Gipskartonplatten ratsam, damit die Farbe nicht fleckig wird – hier empfehlen wir eine Kaseingrundierung. Zusammengefasst: Ja, oft ist Grundieren sinnvoll – außer bei ohnehin optimalen Untergründen (rauer Lehm, Ziegel, etc.), wo Lehm direkt sehr gut haftet.

Trocken gelagerte Lehm-Baumaterialien sind sehr lange haltbar. Ungeöffnete Säcke mit trockenem Lehmpulver oder Eimer mit Lehmpulverfarbe können jahrelang aufbewahrt werden, solange sie vor Feuchtigkeit geschützt sind. Auch angebrochene Säcke lassen sich durch dichtes Verschließen (z.B. Umkleben mit Folie oder Lagern in einer Tonne) lange nutzen – der Inhalt verdirbt nicht, solange er trocken bleibt. Feuchte Fertigmischungen (erdfeuchter Lehmputz in BigBags) sollten innerhalb von 3 Monaten verarbeitet werden. Wenn sie länger stehen, können sie austrocknen oder – falls sehr nass und geschlossen gelagert – schimmeln (da organische Bestandteile wie Stroh enthalten sind). Kleinere Reste von frisch angerührtem Lehmputz kann man aber ein paar Tage lang aufbewahren: einfach in einen Eimer mit Deckel tun, damit keine Luft dran kommt. Eingetrocknete Lehmreste sind kein Verlust – man kann sie zerbröseln und erneut mit Wasser anmachen, der Lehm ist dann wieder gebrauchsfertig. Das gilt sowohl für Mörtelreste als auch für Lehmfarbe. Bereits an der Wand aufgetragener und getrockneter Lehmputz lässt sich ebenfalls wieder abweichen und entfernen, sollte mal eine Änderung nötig sein. Nicht mehr benötigtes Lehmmaterial kann man umweltgerecht entsorgen, z.B. im Garten vergraben oder auf den Kompost – es ist reines Naturmaterial ohne Schadstoffe. Diese Wiederverwendbarkeit und einfache Lagerung ist ein weiterer Pluspunkt der Lehmbauweise.

conluto vertreibt seine Lehmprodukte über ein dichtes Netzwerk von Fachhändlern. In Deutschland und vielen Nachbarländern gibt es Baustoffhandlungen und spezialisierte Öko-Baustoffhändler, die conluto-Produkte führen. Auf der conluto-Website finden Sie eine Händler- und Handwerkersuche (nach Postleitzahl oder Ort), um einen Partner in Ihrer Nähe zu finden. Einige Händler bieten auch Beratung und Vorführungen an. Zudem arbeiten viele Lehmbau-Fachbetriebe mit conluto-Materialien. Wenn Sie einen Handwerker beauftragen, wird dieser oft die Materialien für Sie mitbestellen. Privatkunden können sich bei Fragen auch direkt an conluto wenden – das Team hilft gerne weiter und kann Bezugsquellen empfehlen.

conluto selbst hat keinen eigenen Online-Shop für Endkunden auf seiner Webseite – der Vertrieb läuft über die genannten Fachhändler. Allerdings bieten viele der conluto-Partner Online-Shops an, über die man Lehmputze, Lehmfarben & Co. bestellen kann. Sie können also bequem online kaufen, erhalten dann die Ware vom Händler geliefert. Zögern Sie nicht, bei conluto anzufragen – man wird Sie an einen passenden Händler verweisen Tipp: Nutzen Sie die Händlersuche und vergleichen Sie ggf. Preise und Versandoptionen der verschiedenen Händler (einige haben Webshops).

Lehmprodukte sind relativ schwere Baustoffe, daher erfolgt die Lieferung meistens per Spedition. Kleine Bestellungen (ein paar Sack Lehmputz oder Eimer Farbe) werden auf einer Palette verschickt und per LKW zugestellt. Größere Mengen liefert conluto oft direkt vom Werk in Blomberg/Istrup an – entweder an den Händler oder gleich auf die Baustelle. Typische Versandformen sind: 25-kg-Papiersäcke (für trockene Lehmputze, oder Lehm-Edelputze), Eimer (für Lehmfarben), sowie Big-Bags. Die Verpackungen sind so gewählt, dass sie ökologisch möglichst unbedenklich sind (Papiersäcke) und das Material gut geschützt ist. Ein Vorteil: Lehm ist kein Gefahrgut – man braucht also keine besonderen Transportauflagen. Insgesamt ist die Logistik ähnlich wie bei Zement oder Gips: palettenweise Lieferung, mit Gabelstapler absetzbar. Die Lieferkosten hängen vom Gewicht und der Distanz ab, hier gibt Ihnen Ihr Händler Auskunft.

In der Regel sind conluto-Produkte zügig lieferbar. Standardprodukte wie Lehmputz (Unter-/Oberputz) und Lehmfarben hat conluto in großen Mengen auf Lager bzw. kann sie fortlaufend produzieren. Daher sind kurze Lieferzeiten von wenigen Werktagen bis etwa zwei Wochen üblich – genaue Angaben macht Ihr Händler beim Bestellen. Da conluto oft direkt ab Werk versendet, bekommen auch Händler Sondermischungen oder seltener nachgefragte Produkte schnell zugeschickt. Bei sehr großer Nachfrage (z.B. in der Bausaison) oder individuellen Farbmischungen kann es vereinzelt etwas länger dauern, aber das ist eher die Ausnahme. Wenn ein Produkt speziell für Sie gemischt wird (z.B. eine bestimmte Farbtönung in Lehm-Edelputz), teilt man Ihnen die Produktionszeit mit – meist dauert das nicht mehr als ein paar Tage extra. Als Endkunde sollten Sie etwa 1 Woche Puffer einplanen. Für größere Bauvorhaben lohnt es sich, frühzeitig beim Händler zu bestellen und einen Liefertermin zu vereinbaren, damit die Ware just-in-time zur Verarbeitung eintrifft.

Ja, selbstverständlich. Muster und Beratung sind bei conluto und seinen Partnern Teil des Services. Viele Händler stellen Musterplatten oder Schautafeln bereit, auf denen verschiedene Lehmputze und Farben zu sehen und zu fühlen sind. So kann man sich die Oberflächenwirkung vorab anschauen. conluto hat zudem eine Broschüre „Natürliche Farbwelten“, in der alle Lehmfarbtöne abgebildet sind, sowie Farbkarten und Musterfächer, die über Händler oder auf Messen erhältlich sind. Sie können außerdem kleine Mustergebinde kaufen – z.B. 1-kg-Beutel Lehmfarbe, Lehm-Edelputze, Lehm-Glätte oder Lehmputze – um einen Probeauftrag zu machen. Viele Online-Händler bieten einen Musterversand an. Was die Beratung angeht: Sowohl die conluto-Hotline als auch geschulte Händler beraten Sie gern zu Anwendung, Produktwahl und Verarbeitung. Zögern Sie nicht, Fragen zu stellen – typische Unsicherheiten lassen sich so leicht klären. Für tiefergehende Einblicke bietet conluto auch Schulungen und Workshops an (für Handwerker und Händler), in denen man unter Anleitung den Umgang mit Lehm üben kann. Insgesamt legt conluto Wert darauf, dass Sie mit dem Material vertraut sind und ein gutes Ergebnis erzielen – nutzen Sie also die verfügbaren Informationsquellen (Merkblätter, Videos, persönliche Beratung), bevor Sie loslegen.

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